Archiv für die Kategorie ‘Ubuntu (alle Versionen)’

Banshees Bibliothek umziehen

Sonntag, 06. November 2011

Falls man das Verzeichnis der Medien-Bibliothek von Banshee ändern muss, kann man Banshee zwar das Neue Verzeichnis mitteilen, es wird aber weiterhin die bereits erfassten Dateien unter der alten Adresse finden. Abhilfe schafft da nur eine Manipulation der Datenbank, in der die Dateien stehen.

Dazu muss man sich erst mal ein Programm zum Bearbeiten von SQLite-Datenbanken installieren. Dies geschieht z.B. mit:
sudo apt-get install sqlite3

Dann öffnet man Banshees Datenbank mit dem gerade installierten sqlite3: (wieder beenden mit .exit oder .quit)

sqlite3 ~/.config/banshee-1/banshee.db (Banshee vorher beenden)

Mit folgendem Datenbank-Befehl kann eine bestimmte Zeichenfolge, welche sich im alten Pfad findet, durch eine andere, welche an dieser Stelle im neuen Pfad vorkommt, ersetzt werden:
update CoreTracks set Uri = replace(Uri, 'alte Zeichenfolge', 'neue Zeichenfolge');

Also z.B.
update CoreTracks set Uri = replace(Uri, '/Music/', '/Musik/');
falls man von englischen auf deutsche Namen im Home-Verzeichnis gewechselt hat.

Wenn man schon dabei ist, kann man nach Dateien suchen, die doppelt in der Datenbank stehen:
SELECT TrackID, Uri FROM CoreTracks GROUP BY Uri HAVING COUNT(*) > 1;

Um diese doppelten Einträge (natürlich bis auf einen) zu löschen, genügt dieser Befehl:
DELETE FROM CoreTracks
WHERE TrackID NOT IN
(
SELECT MIN(TrackID)
FROM CoreTracks
GROUP BY Uri
)

Abschließend kann man sqlite3 beenden und Banshee wieder starten:
.exit

Die SQLite-Befehle stammen von diesen Webseiten:

Wacher Luchs

Donnerstag, 29. April 2010

Die neuste Version Ubuntu 10.04 LTS namens Lucid Lynx wurde veröffentlicht.

Das Upgrade über die Aktualisierungsverwaltung verlief bei mir auf zwei Systemen problemlos, will man das System neu installieren, um Paketleichen und ähnliches zu vermeiden, bekommt man die CD-Abbilder direkt bei Canonical oder über Bittorrent.

Meine ersten Eindrücke sind:

  • das System ist deutlich schneller, so werden z.B. Compiz und Docky wesentlich flüssiger gerendert.
  • Die Neuerungen in Thunderbird 3 gefallen mir ebenfalls sehr gut.

Thunderbird: Sicherheitskomponente konnte nicht initialisiert werden

Freitag, 16. April 2010

Seit Mitte April 2010 hat Thunderbird 2.0.0.24 auf meinem Laptop das Problem, dass er beim Start die Sicherheitskomponente nicht initialisieren kann. Die Konsequenz ist, dass SLL nicht funktioniert, was ich aber für jedes meiner Mailkonten nutze. Ergo kann ich Mails weder versenden noch empfangen.

Das Problem trifft wohl all diejenigen, die mindestens von Hardy an alle Versionen bis Karmic geupdated haben. Evtl. musste man auch Sunbird installiert haben.

Die sehr einfache Problemlösung findet an im Forum von ubuntuusers.de und im Bug #559918 auf Launchpad: Einfach das Paket libnss3-0d deinstallieren. (bei der Gelegenheit kann man das evtl. ebenfalls vorhandene libnss3-dev auch entfernen)

Suchmaschinenfreundliche Fehlermeldung: Die Sicherheitskomponente der Anwednung konnte nicht initialisiert werden. Der wahrscheinlichste Grund dafür sind Probleme mit Dateien im Profilordner Ihrer Anwendung. Bitte stellen sie sicher, dass der Ordner keine Lese- oder Schreibbeschränkungen hat und ihre Festplatte nicht voll oder fast voll ist.  Es wird empfohlen, dass Sie die Anwendung jetzt beenden und das Problem beheben. Wenn Sie diese Sitzung weiter verwenden, könnten Sie unkorrektes Verhalten der Anwendung beim Zugriff auf Sicherheitsfunktionen feststellen.

Drucken mit MatLab

Dienstag, 29. Dezember 2009

Will man in Matlab drucken, so bekommt man statt dem Drucker-Dialog eine unschöne Fehlermeldung ausgespuckt:

java.lang.NullPointerException: null attribute
[..]

Hier klappt das Zusammenspiel von CUPS und Java nicht.

Ein einfaches Workaround ist, die Datei /etc/cups/printers.conf mit root-Rechten zu bearbeiten, und vor jedes </printer> die Zeile

Option orientation-requested 3

einzufügen.

Nun noch cups neustarten und Matlab kann drucken:

sudo /etc/init.d/cups restart

PS: Der Workaround findet sich auch hier und hier.

Icons für eher exotische Programme

Dienstag, 24. November 2009

command-not-found mit der zsh

Dienstag, 24. November 2009

Ich nutze die zsh als Login-Shell, diese ist zwar nicht in der Grundinstallation voon Ubuntu vorhanden, aber natürlich per Paket zsh nachinstallierbar.

Leider ist aber das Paket command-not-found, dass einem in der bash anzeigt, in welchem Paket ein gerade aufgerufenes aber nicht installiertes Programm steckt, nicht standardmäßig aktiviert. Zum Glück ist die Aktivierung ein leichtes. Einfach die Datei “/etc/zsh_command_not_found” am Ende der Datei “/etc/zsh/zshrc” (global, also für jeden User) oder “~/.zshrc” (nur der eigene User) einbinden:

# if the command-not-found package is installed, use it
# Included on 2009-11-24
. /etc/zsh_command_not_found

Ab der nächsten zsh-Instanz (Strg-L) ist das Paket aktiv:

% gps-correlate
zsh: command not found: gps-correlate
No command ‘gps-correlate’ found, did you mean:
Command ‘gpscorrelate’ from package ‘gpscorrelate’ (universe)
gps-correlate: command not found

Shift-Backspace beendet X

Samstag, 31. Oktober 2009

Unglaublich, wie oft man <Shift>-<Backspace> drückt, ohne es zu merken. Normalerweise, denn seit dem Upgrade auf Karmic beendet mir diese Tastenkombination den X-Server, er wird heruntergefahren und ich muss mich neu anmelden. Natürlich sind alle Programme dann geschlossen und alle nicht gesicherten Änderungen verloren.

Schuld daran ist Xmodmap, irgendwie wurde die Datei ~/.Xmodmap verändert, darin findet sich nämlich jetzt die Zeile

keycode 22 = BackSpace Terminate_Server BackSpace Terminate_Server BackSpace Terminate_Server

Die Lösung fand ich im Forum von ubuntuusers.de, einfach die Zeile so ändern:

keycode 22 = BackSpace BackSpace BackSpace BackSpace BackSpace BackSpace

GnuPG und Enigmail unter Karmic

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ich nutze Thunderbird, um meine eMail-Korrespondenz zu erledigen, und Enigmail mit GnuPG, um die Mails zu signieren. Doch seit dem Upgrade auf Karmic meldet Enigmail jedes Mal eine Fehlermeldung von GnuPG:

Fehlermeldung von GnuPH

Fehlermeldung von GnuPG

Das Problem ist wohl, dass seit Karmic der so genannte Agent seit Karmic in dem Extra-Paket »gnupg-agent« vorliegt und daher nachinstalliert werden muss:

sudo apt-get install gnupg-agent

Damit wird auch gleich das Paket pinentry-gtk2 mitinstalliert, über das das Passwort abgefragt wird. Es besteht die Hoffnung, dass sich dieses im Gegensatz zum Vorgänger in Zukunft immer in den Vordergrund schiebt, wenn es um das Passwort bittet.

Doch mit der Installation ist es noch nicht getan, der Daemon muss auch gestartet werden. Dazu legt man die Datei ~/.xinitrc an (wenn noch nicht vorhanden) und trägt Folgendes ein (wenn die Datei schon vorhanden ist, fügt man die zweite Zeile an das Ende an):

#!/bin/sh
/usr/bin/gpg-agent ‐‐daemon ‐‐enable-ssh-support ‐‐write-env-file “${HOME}/.gpg-agent-info”

Die Datei muss noch ausführbar gemacht werden und schon klappt es wieder mit dem Signieren und Verschlüsseln:

chmod +x ~/.xinitrc

Die Fehlermeldung in (such)maschinenlesbarer Form:

Send operation aborted. Error - bad passphrase gpg command line and output: /usr/bin/gpg --charset utf8 --batch --no-tty --status-fd 2 -t --clearsign -u <user@mail.tld> use-agent gpg: GPG-Agent ist in dieser Sitzung nicht vorhanden gpg: Passwortsatz kann im Batchmodus nicht abgefragt werden gpg: Ungültige Passphrase; versuchen Sie es bitte noch einmal... gpg:  »<user@mail.tld>« übersprungen: Falsche Passphrase gpg: [stdin]: clearsign failed: Falsche Passphrase

Karmische Nacharbeit

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wie üblich stehen nach einem Upgrade einige kleinere Nacharbeiten an:

  • Auf dem einem meiner Systeme wird Compiz nicht mehr automatisch gestartet, hier half ein Eintrag unter System » Einstellungen » Startprogramme. Einfach auf Hinzufügen klicken, als Name “Compiz” eintragen, der Befehl ist"/usr/bin/compiz.real ‐‐replace" und als Kommentar zum Beispiel “Startet den Composite- und Fenstermanager Compiz” (kannst Du aber auch leer lassen). Nochmal auf Hinzufügen klicken, fertig.
    Startprogramm einrichten

    Startprogramm einrichten

  • Auf dem anderen System stand ich auf einmal ohne WLan da. Ich habe eine Atheros-Karte, die den Treiber “ath5k” verwendet. Nach ein bisschen nachforschen fand ich heraus, dass das Treibermodul wegen der Bugs #315056 & #323830 auf einer eigenen Blacklist steht. Laut dieser soll man jockey () verwenden, um einen entsprechenden Treiber auszuwählen. Dummerweise bat jockey ihn mir nicht an.
    Um sofort wieder WLan zu haben, genügt ein “sudo modprobe ath5k” im Terminal, damit es aber auch in Zukunft geladen wird, muss die Zeile “blacklist ath5k” aus der Datei “/etc/modprobe.d/blacklist-ath_pci.conf” auskommentiert (“#blacklist ath5k”) oder die Datei gelöscht werden (“sudo rm /etc/modprobe.d/blacklist-ath_pci.conf” im Terminal).
  • Beim Ersetzen von firefox-3.0 durch firefox-3.5 werden leider viele Desktop-Verknüpfungen nicht aktualisiert. Zwar zeigen sie nach wie vor auf /usr/bin/firefox, das jetzt Firefox 3.5 aufruft, aber als Icon nutzen die nach wie vor die nicht mehr vorhandene Datei /usr/share/pixmaps/firefox-3.0.png. Das Ergebnis sind unschöne fehlende Icons:

    Fehlendes Firefox-Icon

    Fehlendes Firefox-Icon

    Ein einfacher Link löst das Problem:

    sudo ln -s /usr/share/pixmaps/firefox-3.5.png /usr/share/pixmaps/firefox-3.0.png

    (Eventuell muss das Paket firefox neu installiert werden)

  • Seit GNOME 2.28 werden in Menüs standardmäßig keine Icons mehr angezeigt. Dies ist eine Entscheidung, die Upstream von den GNOME-Entwicklern getroffen wurde, nicht von Canonical oder der Ubuntu Community. Wenn du das alte Verhalten wiederherstellen möchtest, genügt ein Befehl in der Konsole:
    gconftool-2 -s --type bool /desktop/gnome/interface/menus_have_icons true

    Um die Icons wieder auszuschalten ebenfalls:

    gconftool-2 -s --type bool /desktop/gnome/interface/menus_have_icons false
  • Grub kommt mit Karmic in der Version 2, wird aber bei einem Upgrade aus Sicherheitsgründen nicht automatisch mit upgegradet. Wie man das manuell nachholen kann, findet man auf ubuntuuusers.de.

Karmischer Koala

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Heute hat die neuste Ubuntu-Version 9.10 mit Namen »Karmic Koala« (Karmischer Koala) das Beta-Stadium verlassen und ist veröffentlicht worden.
Den direkten Download gibts auf der offiziellen Seite, oder man nutzt BitTorrent, um die Servlast zu minimieren.

Erste Eindrücke sind:

  • Das neue Design gefällt, ganz besonders usplash und xsplash beim Booten
  • Gnome aktualisiert nun auch nach dem Booten, mit welcher Stromquelle mein Laptop gerade betrieben wird