Archiv für die Kategorie ‘X-Server’

Shift-Backspace beendet X

Samstag, 31. Oktober 2009

Unglaublich, wie oft man <Shift>-<Backspace> drückt, ohne es zu merken. Normalerweise, denn seit dem Upgrade auf Karmic beendet mir diese Tastenkombination den X-Server, er wird heruntergefahren und ich muss mich neu anmelden. Natürlich sind alle Programme dann geschlossen und alle nicht gesicherten Änderungen verloren.

Schuld daran ist Xmodmap, irgendwie wurde die Datei ~/.Xmodmap verändert, darin findet sich nämlich jetzt die Zeile

keycode 22 = BackSpace Terminate_Server BackSpace Terminate_Server BackSpace Terminate_Server

Die Lösung fand ich im Forum von ubuntuusers.de, einfach die Zeile so ändern:

keycode 22 = BackSpace BackSpace BackSpace BackSpace BackSpace BackSpace

Karmische Nacharbeit

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wie üblich stehen nach einem Upgrade einige kleinere Nacharbeiten an:

  • Auf dem einem meiner Systeme wird Compiz nicht mehr automatisch gestartet, hier half ein Eintrag unter System » Einstellungen » Startprogramme. Einfach auf Hinzufügen klicken, als Name “Compiz” eintragen, der Befehl ist"/usr/bin/compiz.real ‐‐replace" und als Kommentar zum Beispiel “Startet den Composite- und Fenstermanager Compiz” (kannst Du aber auch leer lassen). Nochmal auf Hinzufügen klicken, fertig.
    Startprogramm einrichten

    Startprogramm einrichten

  • Auf dem anderen System stand ich auf einmal ohne WLan da. Ich habe eine Atheros-Karte, die den Treiber “ath5k” verwendet. Nach ein bisschen nachforschen fand ich heraus, dass das Treibermodul wegen der Bugs #315056 & #323830 auf einer eigenen Blacklist steht. Laut dieser soll man jockey () verwenden, um einen entsprechenden Treiber auszuwählen. Dummerweise bat jockey ihn mir nicht an.
    Um sofort wieder WLan zu haben, genügt ein “sudo modprobe ath5k” im Terminal, damit es aber auch in Zukunft geladen wird, muss die Zeile “blacklist ath5k” aus der Datei “/etc/modprobe.d/blacklist-ath_pci.conf” auskommentiert (“#blacklist ath5k”) oder die Datei gelöscht werden (“sudo rm /etc/modprobe.d/blacklist-ath_pci.conf” im Terminal).
  • Beim Ersetzen von firefox-3.0 durch firefox-3.5 werden leider viele Desktop-Verknüpfungen nicht aktualisiert. Zwar zeigen sie nach wie vor auf /usr/bin/firefox, das jetzt Firefox 3.5 aufruft, aber als Icon nutzen die nach wie vor die nicht mehr vorhandene Datei /usr/share/pixmaps/firefox-3.0.png. Das Ergebnis sind unschöne fehlende Icons:

    Fehlendes Firefox-Icon

    Fehlendes Firefox-Icon

    Ein einfacher Link löst das Problem:

    sudo ln -s /usr/share/pixmaps/firefox-3.5.png /usr/share/pixmaps/firefox-3.0.png

    (Eventuell muss das Paket firefox neu installiert werden)

  • Seit GNOME 2.28 werden in Menüs standardmäßig keine Icons mehr angezeigt. Dies ist eine Entscheidung, die Upstream von den GNOME-Entwicklern getroffen wurde, nicht von Canonical oder der Ubuntu Community. Wenn du das alte Verhalten wiederherstellen möchtest, genügt ein Befehl in der Konsole:
    gconftool-2 -s --type bool /desktop/gnome/interface/menus_have_icons true

    Um die Icons wieder auszuschalten ebenfalls:

    gconftool-2 -s --type bool /desktop/gnome/interface/menus_have_icons false
  • Grub kommt mit Karmic in der Version 2, wird aber bei einem Upgrade aus Sicherheitsgründen nicht automatisch mit upgegradet. Wie man das manuell nachholen kann, findet man auf ubuntuuusers.de.

APE tags entfernen

Sonntag, 07. Juni 2009

Mit der neuen Ubuntu-Version Jaunty Jackalope vom April 2009 wurde Amarok auf Version 2 (meiner Meinung nach) verschlimmbessert. Für mich ein Grund, auf den Rhythmbox – den Standardplayer unter Ubuntu GNOME – umzusteigen, auch wenn der noch viele Macken hat. (Was sich auch in einer Version < 1.0 niederschlägt)

Mich stört unter anderem das folgende Problem: Falls eine mp3-Datei auch einen APE tag besitzt, wird dieser bevorzugt angezeigt. Leider lässt sich der nicht über Rhythmbox oder EasyTAG bearbeiten geschweige denn entfernen. Im Internet findet man an mehreren Stellen Anleitungen, (leider auf Englisch) diese funktionieren bei mir aber nicht. Stattdessen nutze ich HexEdit (hexedit in universe) und schneide einfach (per Esc-T) den Tag ab. (natürlich lege ich vorher eine Sicherheitskopie an) Dieser wird eingeleitet mit “APETAGEX” und endet am Dateiende. (zu diesem kann man mit “>” springen. Danach macht auch Rhythmbox keine Mucken mehr.

Brasero will nicht brennen

Montag, 24. November 2008

Heute wollte ich das erste Mal seit Intrepid eine CD-R mit Brasero brennen. Doch die Version 0.8.2 verweigerte mir den Dienst mit der Meldung, dass auf meinem Rohling kein Platz mehr sei.

Nach der Lektüre einiger Bug-Reports fand ich im GNOME Bug Tracker die Lösung: die aktuellste Version 0.8.3 soll wieder funktionieren.

Um diese zu installieren, muss man sich erst einmal die Sources als tarball herunterladen. Danach werden die Abhängigkeiten erfüllt:

$ sudo apt-get install build-essential && sudo apt-get build-dep brasero

Schließlich noch den tarball entpacken:

$ tar xvjf brasero-0.8.3.tar.bz2

bzw. falls du den gzip-gepackten tarball heruntergeladen hast:

$ tar xvzf brasero-0.8.3.tar.gz

Abschließend den üblichen Dreischritt:

$ cd brasero-0.8.3

$ ./configure

$ sudo make

$sudo make install

Fertig! Alles geht wieder wie gehabt…

(checkinstall hat bei mir einen Fehler gegeben)