Archiv für die Kategorie ‘Problem’

Lucide Nacharbeit

Dienstag, 04. Mai 2010

Neben dem verbreiteten Kritikpunkt der linksangeordneten Fensterbuttons (wie man das ändert findet sich zum Beispiel bei Linuxundich.de gegen Ende dieses Artikels) stört mich vor allem, dass die Mausrad-Emulation auf meinem Thinkpad X60s wieder nicht funktioniert. (Mit fast jedem Upgrade der letzten Zeit wurde die Hardware-Verwaltung geändert, und damit auch die Methode, mit der die Mausrad-Emulation gesteuert wird)

Nun muss man (mit root-Rechten) die Datei “/usr/lib/X11/xorg.conf.d/20-thinkpad.conf” erstellen und mit folgendem Inhalt füllen:

Section “InputClass”
Identifier “Trackpoint Wheel Emulation”
MatchProduct “TrackPoint”
MatchDevicePath “/dev/input/event*”
Driver “evdev”
Option “EmulateWheel” “true”
Option “EmulateWheelButton” “2″
Option “Emulate3Buttons” “false”
Option “XAxisMapping” “6 7″
Option “YAxisMapping” “4 5″
EndSection

Die Information hab ich von diesem Blog (auf englisch)

Drucken mit MatLab

Dienstag, 29. Dezember 2009

Will man in Matlab drucken, so bekommt man statt dem Drucker-Dialog eine unschöne Fehlermeldung ausgespuckt:

java.lang.NullPointerException: null attribute
[..]

Hier klappt das Zusammenspiel von CUPS und Java nicht.

Ein einfaches Workaround ist, die Datei /etc/cups/printers.conf mit root-Rechten zu bearbeiten, und vor jedes </printer> die Zeile

Option orientation-requested 3

einzufügen.

Nun noch cups neustarten und Matlab kann drucken:

sudo /etc/init.d/cups restart

PS: Der Workaround findet sich auch hier und hier.

GnuPG und Enigmail unter Karmic

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ich nutze Thunderbird, um meine eMail-Korrespondenz zu erledigen, und Enigmail mit GnuPG, um die Mails zu signieren. Doch seit dem Upgrade auf Karmic meldet Enigmail jedes Mal eine Fehlermeldung von GnuPG:

Fehlermeldung von GnuPH

Fehlermeldung von GnuPG

Das Problem ist wohl, dass seit Karmic der so genannte Agent seit Karmic in dem Extra-Paket »gnupg-agent« vorliegt und daher nachinstalliert werden muss:

sudo apt-get install gnupg-agent

Damit wird auch gleich das Paket pinentry-gtk2 mitinstalliert, über das das Passwort abgefragt wird. Es besteht die Hoffnung, dass sich dieses im Gegensatz zum Vorgänger in Zukunft immer in den Vordergrund schiebt, wenn es um das Passwort bittet.

Doch mit der Installation ist es noch nicht getan, der Daemon muss auch gestartet werden. Dazu legt man die Datei ~/.xinitrc an (wenn noch nicht vorhanden) und trägt Folgendes ein (wenn die Datei schon vorhanden ist, fügt man die zweite Zeile an das Ende an):

#!/bin/sh
/usr/bin/gpg-agent ‐‐daemon ‐‐enable-ssh-support ‐‐write-env-file “${HOME}/.gpg-agent-info”

Die Datei muss noch ausführbar gemacht werden und schon klappt es wieder mit dem Signieren und Verschlüsseln:

chmod +x ~/.xinitrc

Die Fehlermeldung in (such)maschinenlesbarer Form:

Send operation aborted. Error - bad passphrase gpg command line and output: /usr/bin/gpg --charset utf8 --batch --no-tty --status-fd 2 -t --clearsign -u <user@mail.tld> use-agent gpg: GPG-Agent ist in dieser Sitzung nicht vorhanden gpg: Passwortsatz kann im Batchmodus nicht abgefragt werden gpg: Ungültige Passphrase; versuchen Sie es bitte noch einmal... gpg:  »<user@mail.tld>« übersprungen: Falsche Passphrase gpg: [stdin]: clearsign failed: Falsche Passphrase

Hostname in der Fritzbox

Sonntag, 13. September 2009

Wer eine Fritzbox sein Eigen nennt, wird festgestellt haben, dass sowohl Windows- als auch MacOS-Systeme ihren Hostnamen korrekt an die Fritzbox melden, mit Ubuntu-Systemen klappt dies jedoch nicht.

Um das zu ändern ist nur ein kleiner Eingriff ins System nötig. Zuerst braucht man die MAC-Adresse seiner WLAN-Karte. Diese erhält man am einfachsten im Terminal mit folgendem Befehl:

% ifconfig <Gerät>

<Gerät> steht hierbei für die WLAN-Karte und ist meist etwas wie eth0 oder ath0. Wenn man das Gerät nicht kennt, kann man es auch weglassen, dann werden alle Geräte angezeigt, und man muss die richtige heraussuchen.

In der Ausgabe findet man nun die MAC-Adresse:

ath0      Link encap:Ethernet  Hardware Adresse 00:1a:2b:3c:4d:5e
inet Adresse:192.168.178.22  Bcast:192.168.178.255  Maske:255.255.255.0
inet6-Adresse: fe80::219:e0ff:fe8c:cd3d/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST  MTU:1500  Metrik:1
RX packets:226783 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:188469 errors:1 dropped:1 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
RX bytes:257943867 (257.9 MB)  TX bytes:19894136 (19.8 MB)

In meinem Fall ist es 00:1a:2b:3c:4d:5e

Diese Adresse am besten in die Zwischenablage kopieren (Strg-Shift-C). Danach öffnet man mit superuser-Rechten die Datei /etc/dhcp3/dhclient.conf im bevorzugten Editor:

% gksu gedit /etc/dhcp3/dhclient.conf

In der Datei muss man die Zeile

#send dhcp-client-identifier 1:0:a0:24:ab:fb:9c;

suchen, auskommentieren und die Adresse durch die eigene ersetzen (mit Strg-V):

send dhcp-client-identifier 00:1a:2b:3c:4d:5e;

Jetzt noch die WLAN-Verbindung neu starten (Rechtklick auf den NetworkManager, Funknetwerk deaktivieren und wieder aktivieren) und schon steht der Hostname in der Liste der Fritzbox. (dabei bekommt der Rechner aber auch eine neue IP-Adresse zugewiesen)

APE tags entfernen

Sonntag, 07. Juni 2009

Mit der neuen Ubuntu-Version Jaunty Jackalope vom April 2009 wurde Amarok auf Version 2 (meiner Meinung nach) verschlimmbessert. Für mich ein Grund, auf den Rhythmbox – den Standardplayer unter Ubuntu GNOME – umzusteigen, auch wenn der noch viele Macken hat. (Was sich auch in einer Version < 1.0 niederschlägt)

Mich stört unter anderem das folgende Problem: Falls eine mp3-Datei auch einen APE tag besitzt, wird dieser bevorzugt angezeigt. Leider lässt sich der nicht über Rhythmbox oder EasyTAG bearbeiten geschweige denn entfernen. Im Internet findet man an mehreren Stellen Anleitungen, (leider auf Englisch) diese funktionieren bei mir aber nicht. Stattdessen nutze ich HexEdit (hexedit in universe) und schneide einfach (per Esc-T) den Tag ab. (natürlich lege ich vorher eine Sicherheitskopie an) Dieser wird eingeleitet mit “APETAGEX” und endet am Dateiende. (zu diesem kann man mit “>” springen. Danach macht auch Rhythmbox keine Mucken mehr.

Nokia E51 mit Network Manager 0.7

Montag, 19. Januar 2009

Hinweis: Dieses Problem wurde mittlerweile mit einem Update behoben.

Eigentlich konnte ich, seit mit Intrepid der Network Manager in der Version 0.7.0 ausgeliefert wird, sehr einfach mit dem Handy ins Internet gehen. Per Kabel anschließen, der Network Manager erkennt es, fragt nach meinem Anbieter und bietet mir ab dann unter dem Oberpunkt Mobiles Breitband einen neuen Punkt (z.B.Eplus) den ich anklicken muss, schon bin ich verbunden.

Doch gestern viel mir auf, dass der Network Manager mein Handy nicht mehr erkennt. Mit ein bisschen Glück bin ich aber sehr schnell auf die Lösung des Problems gestoßen. Es liegt nicht am NM, sondern an der HAL. Das Handy muss in eine Regeldatei eingetragen werden, ab dem nächsten Verbinden kann der NM es wieder regulär verwenden:

Die Datei  /usr/share/hal/fdi/information/10freedesktop/10-modem.fdi muss mit root-Rechten bearbeitet werden und folgende Änderung vorgenommen werden:

Den Bereich der Nokia Handys suchen:

<!– Nokia –>

Und dem Kommentar und dem Feld der product_id die ID des E51 hinzufügen:

<!– Nokia –>
<match key=”@info.parent:usb.vendor_id” int=”0×421″>
<!– 6300/3109c/6120 Classic/E51/E71/E70/N95-3/E90/N70/E61/N95-2/N96/N82/N82 (alternate chip)/E66 –>
<match key=”@info.parent:usb.product_id” int_outof=”0x4f9;0×64;0x2f;0xab;0×418;0x4f0;0x4ce;0x43a;0x44d;0×070;0x3a;0×71;0×72;0xb0;0×42″>

Theoretisch ist das auch für andere Handymodelle vorstellbar, die Werte für venor_id und product_id erhält man mit lsusb:

$ lsusb | grep Nokia

Bus 001 Device 002: ID 0421:0042 Nokia Mobile Phones

Das Format ist dabei ID <vendor_id>:<product_id> und muss mit einem vorangstellten 0x eingetragen werden. (führende Nullen sind nicht notwendig)

Nachtrag: (vom 19.01.2009)

Der zugehörige Bug in Launchpad ist #261416, ein Patch, der das hier Vorgeschlagene erledigt, findet sich hier.

Brasero will nicht brennen

Montag, 24. November 2008

Heute wollte ich das erste Mal seit Intrepid eine CD-R mit Brasero brennen. Doch die Version 0.8.2 verweigerte mir den Dienst mit der Meldung, dass auf meinem Rohling kein Platz mehr sei.

Nach der Lektüre einiger Bug-Reports fand ich im GNOME Bug Tracker die Lösung: die aktuellste Version 0.8.3 soll wieder funktionieren.

Um diese zu installieren, muss man sich erst einmal die Sources als tarball herunterladen. Danach werden die Abhängigkeiten erfüllt:

$ sudo apt-get install build-essential && sudo apt-get build-dep brasero

Schließlich noch den tarball entpacken:

$ tar xvjf brasero-0.8.3.tar.bz2

bzw. falls du den gzip-gepackten tarball heruntergeladen hast:

$ tar xvzf brasero-0.8.3.tar.gz

Abschließend den üblichen Dreischritt:

$ cd brasero-0.8.3

$ ./configure

$ sudo make

$sudo make install

Fertig! Alles geht wieder wie gehabt…

(checkinstall hat bei mir einen Fehler gegeben)

Tastatur-Konfiguration

Freitag, 07. November 2008

Vor Intrepid hatte ich meine Tastatur mit xmodmap konfiguriert, jetzt wo die xorg.conf nicht mehr beachtet wird, und HAL sich um alles kümmert, macht mir xmodmap alles kaputt, ich musste sogar die .Xmodmap aus meinem home-Verzeichnis löschen, um überhaupt eine brauchbare Tastatur zu erhalten.

Einzig die <Strg>-Taste verweigerte ihren Dienst, durch Netzrecherche und Trial-and-Error fand ich heraus, dass die Einstellungen im Konfigurationseditor unter /apps/compiz/plugins/ezoom fehlerhaft waren und mir die <Strg>-Taste nahmen. Korrekt hab ich die Schlüssel mit

gconftool-2 –recursive-unset /apps/compiz/plugins/ezoom

entfernt und auch das Problem konnte abgehackt werden. Den Enhanced Zoom nutzte ich eh nicht, da hab ich ihn gleich ganz abgeschaltet.

Doch noch habe ich keinen Ersatz für xmodmap gefunden, ich würde z.B. gern « und » vertauschen, so dass die Anordnung im Deutschen Sinn ergibt. Außerdem ist auf meinem Thinkpad die Menu-Taste laut xev “XF86WakeUp”, ich würde sie aber gern als Compose nutzen. Die Tastatur-Einstellungen erlauben aber nur, die Menu-Taste dafür zu verwenden, auf meinem Desktop-Rechner geht das.

Dafür hatte ich dort immer das @ auf der rechten <Super>-Taste, (bzw. Windows-Taste) auch das kann ich nicht umstellen.

Und zu guter letzt kann ich die <Super>-Taste nicht in Tastenkombinationen in Gnome nutzen, wenn ich unter System > Einstellungen > Tastenkombinationen z.B. <Super>-D einstellen will, um den Desktop anzuzeigen, wird lediglich <Super> übernommen.