Archiv für die Kategorie ‘Tipp’

Wörterbücher aus Firefox etc. entfernen

Sonntag, 09. Mai 2010

Ich brauche in Programmen wie Firefox und Thunderbird die Wörterbücher von drei verschiedenen Sprachen, da aber jede der Sprachen noch in verschiedenen Ländern vorkommt (so z.B. de-DE, de-AT, de-CH, …) ist es inzwischen nicht mehr möglich, mal eben das Wörterbuch zu wechseln. Denn beim Versuch öffnet sich ein Auswahlmenü so hoch wie mein Bildschirm mit den nicht angeordneten Wörterbüchern darin. Bis ich das richtige gefunden habe, vergeht immer etwas Zeit.

Die Lösung ist denkbar einfach:

  1. Die entsprechenden Programme schließen
  2. In das Verzeichnis /usr/share/hunspell wechseln
  3. Im Verzeichnis befinden sich fast nur symbolische Verknüpfungen. Diejenigen löschen, die man nicht mehr braucht. (also z.B. de-AT.aff und de-AT.dic)
  4. Die zuvor geschlossenen Programme wieder starten

PS für Profis:
Firefox, Thunderbird, Opera, OpenOffice (LibreOffice) und andere nutzen die Rechtschreibprüfung Hunspell. Darum werden die entsprechenden Verknüpfungen aus dem gemeinsamen Hunspell Verzeichnis gelöscht.

command-not-found mit der zsh

Dienstag, 24. November 2009

Ich nutze die zsh als Login-Shell, diese ist zwar nicht in der Grundinstallation voon Ubuntu vorhanden, aber natürlich per Paket zsh nachinstallierbar.

Leider ist aber das Paket command-not-found, dass einem in der bash anzeigt, in welchem Paket ein gerade aufgerufenes aber nicht installiertes Programm steckt, nicht standardmäßig aktiviert. Zum Glück ist die Aktivierung ein leichtes. Einfach die Datei “/etc/zsh_command_not_found” am Ende der Datei “/etc/zsh/zshrc” (global, also für jeden User) oder “~/.zshrc” (nur der eigene User) einbinden:

# if the command-not-found package is installed, use it
# Included on 2009-11-24
. /etc/zsh_command_not_found

Ab der nächsten zsh-Instanz (Strg-L) ist das Paket aktiv:

% gps-correlate
zsh: command not found: gps-correlate
No command ‘gps-correlate’ found, did you mean:
Command ‘gpscorrelate’ from package ‘gpscorrelate’ (universe)
gps-correlate: command not found

PDFs nachträglich bearbeiten

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Hin und wieder kommt man in die Verlegenheit, ein pdf-Dokument ändern zu müssen. Mit Openoffice.org 3 Zeichnung (auf Englisch Draw), was ab Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope standardmäßig installiert ist, funktioniert das mit vielen (leider nicht allen) pdf-Dokumenten ganz gut. Voraussetzung ist aber ein installiertes Plugin, das normalerweise nicht installiert ist.

Es handelt sich dabei um die Sun PDF Import Extension, die sich in Ubuntu unter dem Namen openoffice.org-pdfimport ganz bequem über die Paketverwaltung beziehen und installieren lässt.

Beim Bearbeiten stößt man oft auf das Problem, dass die korrekten Schriftarten fehlen, stattdessen wird eine Ersatz-Schriftart verwendet, die natürlich nicht die gleichen Breiten hat, und somit das Layout zerstört. Abhilfe schafft natürlich, die Schrift zu installieren, natürlich sofern man weiß, wie die Schriftart heißt. Dies ist kein Problem, einfach das pdf-Dokument mit dem Dokumentbetrachter evince öffnen, dort auf Datei » Eigenschaften (oder Alt+Enter) und den Reiter Schrift wählen. Hier befindet sich eine Liste aller Schriftarten:

Reiter "Schrift" in evince

Reiter "Schrift" in evince

Ein Script ausführen bei suspend und resume

Sonntag, 05. April 2009

Es sind die verschiedensten Szenarien denken, für die man ein Skript direkt vor dem »Suspend to Disk« oder »Suspend to RAM« respektive direkt nach dem jeweiligen Aufwachen ausführen will.

Zu diesem Zweck nutzt man am Besten (unter Hardy) die pm-utils. Mit root-Rechten muss man eine Datei im Verzeichnis /etc/pm/sleep.d/ anlegen. Es beginnt am Besten mit einer zweiziffrigen Zahl, welche die Ausführreihenfolge festlegt, und hat die Dateiendung »sh«. Nicht vergessen, es ausführbar zu machen. Das Skript wird dann mit root-Rechten und dem folgenden Parameter ausgeführt:

  • hibernate: Starte »Suspend to Disk«
  • thaw: Erwache von »Suspend to Disk«
  • suspend: Starte »Suspend to RAM«
  • resume: Erwache von »Suspend to RAM«

Legt man also das Skript /etc/pm/sleep.d/99-test.sh mit dem folgenden Inhalt an:

#!/bin/sh
echo “$(date): Script called with $1″ >> /home/user/Desktop/sleep

erhält man auf seinem Dektop die Datei sleep mit zB folgendem Inhalt:

Sun Apr  5 19:31:11 CEST 2009: Script called with hibernate
Sun Apr  5 19:32:51 CEST 2009: Script called with thaw
Sun Apr  5 19:34:03 CEST 2009: Script called with suspend
Sun Apr  5 19:34:32 CEST 2009: Script called with resume

Ein universelles Gerüst für diese Dateien findet man im ArchWiki (en):

#!/bin/bash
case $1 in
    hibernate)
        echo "Hey guy, we are going to suspend to disk!"
        ;;
    suspend)
        echo "Oh, this time we're doing a suspend to RAM. Cool!"
        ;;
    thaw)
        echo "oh, suspend to disk is over, we are resuming..."
        ;;
    resume)
        echo "hey, the suspend to RAM seems to be over..."
        ;;
    *)  echo "somebody is calling me totally wrong."
        ;;
esac

Viel Spaß

Images brennen

Donnerstag, 04. Dezember 2008

Nichts leichter als unter GNOME iso-CD-Images zu brennen oder zu mounten, ersteres funktioniert z.B. mit Brasero, für letzteres findet sich Anleitungen im ubuntuusers-Wiki.

Doch da viele Menschen in einer proprietären Welt leben, gibt es auch ne Menge anderer Image-Formate, die Brasero nicht direkt verarbeiten kann. Doch auch hier ist man mit GNU/Linux nicht allein, für die meisten Formate gibt es eine CLI-Anwendung. (siehe diese Liste)

In meinem Fall musste ich ein bin/cue-Image umwandeln, also einfach schnell bchunk über die Paketverwaltung installieren, das Programm aufrufen, Fertig!

$ sudo apt-get install bchunk

$ bchunk image.bin image.cue image.iso