Banshees Bibliothek umziehen

06. November 2011

Falls man das Verzeichnis der Medien-Bibliothek von Banshee ändern muss, kann man Banshee zwar das Neue Verzeichnis mitteilen, es wird aber weiterhin die bereits erfassten Dateien unter der alten Adresse finden. Abhilfe schafft da nur eine Manipulation der Datenbank, in der die Dateien stehen.

Dazu muss man sich erst mal ein Programm zum Bearbeiten von SQLite-Datenbanken installieren. Dies geschieht z.B. mit:
sudo apt-get install sqlite3

Dann öffnet man Banshees Datenbank mit dem gerade installierten sqlite3: (wieder beenden mit .exit oder .quit)

sqlite3 ~/.config/banshee-1/banshee.db (Banshee vorher beenden)

Mit folgendem Datenbank-Befehl kann eine bestimmte Zeichenfolge, welche sich im alten Pfad findet, durch eine andere, welche an dieser Stelle im neuen Pfad vorkommt, ersetzt werden:
update CoreTracks set Uri = replace(Uri, 'alte Zeichenfolge', 'neue Zeichenfolge');

Also z.B.
update CoreTracks set Uri = replace(Uri, '/Music/', '/Musik/');
falls man von englischen auf deutsche Namen im Home-Verzeichnis gewechselt hat.

Wenn man schon dabei ist, kann man nach Dateien suchen, die doppelt in der Datenbank stehen:
SELECT TrackID, Uri FROM CoreTracks GROUP BY Uri HAVING COUNT(*) > 1;

Um diese doppelten Einträge (natürlich bis auf einen) zu löschen, genügt dieser Befehl:
DELETE FROM CoreTracks
WHERE TrackID NOT IN
(
SELECT MIN(TrackID)
FROM CoreTracks
GROUP BY Uri
)

Abschließend kann man sqlite3 beenden und Banshee wieder starten:
.exit

Die SQLite-Befehle stammen von diesen Webseiten:

Wörterbücher aus Firefox etc. entfernen

09. Mai 2010

Ich brauche in Programmen wie Firefox und Thunderbird die Wörterbücher von drei verschiedenen Sprachen, da aber jede der Sprachen noch in verschiedenen Ländern vorkommt (so z.B. de-DE, de-AT, de-CH, …) ist es inzwischen nicht mehr möglich, mal eben das Wörterbuch zu wechseln. Denn beim Versuch öffnet sich ein Auswahlmenü so hoch wie mein Bildschirm mit den nicht angeordneten Wörterbüchern darin. Bis ich das richtige gefunden habe, vergeht immer etwas Zeit.

Die Lösung ist denkbar einfach:

  1. Die entsprechenden Programme schließen
  2. In das Verzeichnis /usr/share/hunspell wechseln
  3. Im Verzeichnis befinden sich fast nur symbolische Verknüpfungen. Diejenigen löschen, die man nicht mehr braucht. (also z.B. de-AT.aff und de-AT.dic)
  4. Die zuvor geschlossenen Programme wieder starten

PS für Profis:
Firefox, Thunderbird, Opera, OpenOffice (LibreOffice) und andere nutzen die Rechtschreibprüfung Hunspell. Darum werden die entsprechenden Verknüpfungen aus dem gemeinsamen Hunspell Verzeichnis gelöscht.

HDAPS

09. Mai 2010

Die meisten neueren Thinkpads haben Beschleunigungssensoren. Neben einigen Spielereien (Neverball) ist ihr eigentlicher Nutzen, dass die Festplatten-Leseköpfe geparkt werden, falls der Laptop bewegt wird. Auf diese Weise kann eine Beschädigung der Festplatte vermieden werden, falls der Laptop fällt.

Unter Windows war dieses sogenannte HDAPS nie ein Problem, sorgte doch die mitgelieferte Software für alles. Unter Linux war lange Zeit ein Kernelpatch nötig. Inzwischen scheint aber alles soweit gereift, dass man es unter Ubuntu mit ein paar Paketen installieren kann.

Zuerst installiert man das Paket tp-smapi-dkms, wodurch das tp-smapi-Modul installiert wird, das die Beschleunigungssensoren ausliest und die Daten als Datei zur Verfügung stellt. (Dank DKMS wird das Modul bei einem Kernel-Upgrade automatisch neu kompiliert)

Als nächstes installiert man den Daemon, welcher die Leseköpfe parkt, über das Paket hdapsd. Mehr Informationen zum Funktionstest und zur Konfiguration findet man im Wiki von ubuntuusers.de, ich musste keine Änderungen vornehmen.

Will man eine kleine Anzeige, die den Status des Festplattenschutzes mitteilt, empfehle ich thinkhdaps. Dafür gibt es zwar ein PPA, aber gegenwärtig liegt darin nur die Version für Karmic. (die liefe zwar unter Lucid, lässt sich aber wegen fehlender Abhängigkeiten nicht installieren)

Bis es auch eine Version für Lucid gibt, lädt man sich von der thinkhdaps-Homepage den aktuellsten Tarball herunter. Dieser muss nur noch mit

tar -xvzf thinkhdaps.tar

entpackt werden (Dateinamen anpassen) und danach installiert werden: (mit ––enable-desktop wird auch ein Startmenü-Eintrag erzeugt)

./configure --prefix=/usr --enable-desktop
sudo make

Falls checkinstall installiert ist und thinkhdaps als Paket installiert werden soll, (meine Empfehlung) ist der letzte Schritt

sudo checkinstall

Deinstallieren kann man es dann jederzeit mit sudo apt-get remove thinkhdaps. Ansonsten muss es mit

sudo make install

installiert werden, zum Deinstallieren muss im selben Verzeichnis sudo make uninstall aufgerufen werden.

Sobald thinkhdaps installiert ist, kann die Anzeige gestartet werden, indem man <Strg>-F2 drückt, und dann thinkhdaps eingibt. Im Benachrichtigungsfeld sollte dann ein kleines Icon angezeigt werden. Am besten gleich mal testen und den Thinkpad (vorsichtig) ein bisserl hin und her kippen.

Damit das Icon auch nach einem Neustart aufgerufen wird, muss es noch unter System » Einstellungen » Startprogramme (Gnome/Ubuntu) bzw. Systemeinstellungen » Register:Erweitert » Autostart (KDE/Kubuntu) eingetragen werden. Als Name kann man z.B. “HDAPS Überwachung” wählen, als Befehl muss “/usr/lib/thinkhdaps” eingetragen werden.

Danke an Thomas Pani für seinen Tipp mit dem Startmenü-Eintrag. Danke an Christofer für seine beiden Hinweise bzgl. Pfad und Kubuntu.

Lucide Nacharbeit

04. Mai 2010

Neben dem verbreiteten Kritikpunkt der linksangeordneten Fensterbuttons (wie man das ändert findet sich zum Beispiel bei Linuxundich.de gegen Ende dieses Artikels) stört mich vor allem, dass die Mausrad-Emulation auf meinem Thinkpad X60s wieder nicht funktioniert. (Mit fast jedem Upgrade der letzten Zeit wurde die Hardware-Verwaltung geändert, und damit auch die Methode, mit der die Mausrad-Emulation gesteuert wird)

Nun muss man (mit root-Rechten) die Datei “/usr/lib/X11/xorg.conf.d/20-thinkpad.conf” erstellen und mit folgendem Inhalt füllen:

Section “InputClass”
Identifier “Trackpoint Wheel Emulation”
MatchProduct “TrackPoint”
MatchDevicePath “/dev/input/event*”
Driver “evdev”
Option “EmulateWheel” “true”
Option “EmulateWheelButton” “2″
Option “Emulate3Buttons” “false”
Option “XAxisMapping” “6 7″
Option “YAxisMapping” “4 5″
EndSection

Die Information hab ich von diesem Blog (auf englisch)

Wacher Luchs

29. April 2010

Die neuste Version Ubuntu 10.04 LTS namens Lucid Lynx wurde veröffentlicht.

Das Upgrade über die Aktualisierungsverwaltung verlief bei mir auf zwei Systemen problemlos, will man das System neu installieren, um Paketleichen und ähnliches zu vermeiden, bekommt man die CD-Abbilder direkt bei Canonical oder über Bittorrent.

Meine ersten Eindrücke sind:

  • das System ist deutlich schneller, so werden z.B. Compiz und Docky wesentlich flüssiger gerendert.
  • Die Neuerungen in Thunderbird 3 gefallen mir ebenfalls sehr gut.

Thunderbird: Sicherheitskomponente konnte nicht initialisiert werden

16. April 2010

Seit Mitte April 2010 hat Thunderbird 2.0.0.24 auf meinem Laptop das Problem, dass er beim Start die Sicherheitskomponente nicht initialisieren kann. Die Konsequenz ist, dass SLL nicht funktioniert, was ich aber für jedes meiner Mailkonten nutze. Ergo kann ich Mails weder versenden noch empfangen.

Das Problem trifft wohl all diejenigen, die mindestens von Hardy an alle Versionen bis Karmic geupdated haben. Evtl. musste man auch Sunbird installiert haben.

Die sehr einfache Problemlösung findet an im Forum von ubuntuusers.de und im Bug #559918 auf Launchpad: Einfach das Paket libnss3-0d deinstallieren. (bei der Gelegenheit kann man das evtl. ebenfalls vorhandene libnss3-dev auch entfernen)

Suchmaschinenfreundliche Fehlermeldung: Die Sicherheitskomponente der Anwednung konnte nicht initialisiert werden. Der wahrscheinlichste Grund dafür sind Probleme mit Dateien im Profilordner Ihrer Anwendung. Bitte stellen sie sicher, dass der Ordner keine Lese- oder Schreibbeschränkungen hat und ihre Festplatte nicht voll oder fast voll ist.  Es wird empfohlen, dass Sie die Anwendung jetzt beenden und das Problem beheben. Wenn Sie diese Sitzung weiter verwenden, könnten Sie unkorrektes Verhalten der Anwendung beim Zugriff auf Sicherheitsfunktionen feststellen.

Drucken mit MatLab

29. Dezember 2009

Will man in Matlab drucken, so bekommt man statt dem Drucker-Dialog eine unschöne Fehlermeldung ausgespuckt:

java.lang.NullPointerException: null attribute
[..]

Hier klappt das Zusammenspiel von CUPS und Java nicht.

Ein einfaches Workaround ist, die Datei /etc/cups/printers.conf mit root-Rechten zu bearbeiten, und vor jedes </printer> die Zeile

Option orientation-requested 3

einzufügen.

Nun noch cups neustarten und Matlab kann drucken:

sudo /etc/init.d/cups restart

PS: Der Workaround findet sich auch hier und hier.

Icons für eher exotische Programme

24. November 2009

command-not-found mit der zsh

24. November 2009

Ich nutze die zsh als Login-Shell, diese ist zwar nicht in der Grundinstallation voon Ubuntu vorhanden, aber natürlich per Paket zsh nachinstallierbar.

Leider ist aber das Paket command-not-found, dass einem in der bash anzeigt, in welchem Paket ein gerade aufgerufenes aber nicht installiertes Programm steckt, nicht standardmäßig aktiviert. Zum Glück ist die Aktivierung ein leichtes. Einfach die Datei “/etc/zsh_command_not_found” am Ende der Datei “/etc/zsh/zshrc” (global, also für jeden User) oder “~/.zshrc” (nur der eigene User) einbinden:

# if the command-not-found package is installed, use it
# Included on 2009-11-24
. /etc/zsh_command_not_found

Ab der nächsten zsh-Instanz (Strg-L) ist das Paket aktiv:

% gps-correlate
zsh: command not found: gps-correlate
No command ‘gps-correlate’ found, did you mean:
Command ‘gpscorrelate’ from package ‘gpscorrelate’ (universe)
gps-correlate: command not found

OKI B430dn

31. Oktober 2009

Ich hab mir den Laserdrucker OKI 430dn zugelegt. Dieser wird von Ubuntu zwar nicht out of the Box unterstützt, aber die Installation ist recht einfach und wird im Wiki von ubuntuusers.de beschrieben.

Schon komplizierter ist es, die ppd-Datei auf der Webseite von Oki zu finden. Zwar kann man Linux als Betriebssystem angeben, aber wenn man eine andere Sprache als Englisch wählt, so ist die Seite leer.

Oder man nimmt einfach diesen direkten Link auf die Download-Seite.